Internationale Einbettung
Die Specific Supporting Action (SSA) EUSYSBIO innerhalb des 6. Rahmenprogramms der Europäischen Union wurde unter Beteiligung von Vertretern der BMBF-Förderinitiative "Systeme des Lebens - Systembiologie" initiiert, um die zu der Zeit existierenden Systembiologie Kompetenzen in Europa zu bündeln und weiterführende Forschungsaktivitäten anzuregen. Ziel dieser SSA war neben der Zusammenführung von bekannten europäischen Experten in der Systembiologie die Intensi-vierung von Ausbildungsangeboten an junge Wissenschaftler, die internationale Vernetzung von Forschungs- und Forschungsförderungsaktivitäten und die Verbesserung des Informationsaustauschs zwischen der akademischen Wissenschaft, der relevanten Biotech-Industrie und der interessierten Öffentlichkeit. Aus dieser Europäischen Initiative für Systembiologie entsprang 2006 die ERASysBio Coordination Action, welche seitdem Vorschläge bündelt und in die Tat umsetzt.
2. International Conference on Systems Biology of Mammalian Cells in Dresden
Vom 22. bis 24. Mai 2008 fand die zweite internationale Konferenz zur Systembiologie an Säugetierzellen (SBMC) im Kulturpalast in Dresden statt. Die Veranstalter freuten sich sehr darüber, als Schirmherrin der Veranstaltung Frau Ministerin Dr. Anette Schavan nennen zu dürfen. Diesmal konnte HepatoSys mehr als 400 Teilnehmer aus 27 Ländern begrüßen. Neben Vorträgen und Postersessions wurde in Dresden erstmals der MTZ-Award für Systembiologie an drei hervorragende Nachwuchswissenschaftler verliehen. Teilnehmer aus der Industrie konnten sich mittels einer Satellitenveranstaltung (PCM-Meeting) mit themenspezifische Vorträgen vertraut machen und direkte Kontakte zu den Mitgliedern des Kompetenznetzes knüpfen. Die Streaming-Files aller Vorträge der Konferenz sind im Internet ausgestellt. Wegen des ungebrochenen Interesses an den Forschungsinhalten und -ansätzen wird HepatoSys 2010 wieder eine SBMC, diesmal in Freiburg veranstalten.
1. International Conference on Systems Biology of Mammalian Cells in Heidelberg
HepatoSys veranstaltete vom 12. bis 14. Juli 2006 die erste internationale Konferenz zur Systembiologie an Säugetierzellen (SBMC). Über 300 Teilnehmer aus 18 Ländern besuchten die Vorträge und Postersessions der Veranstaltung. Auch die Industrie machte im Rahmen einer Ausstellung auf sich aufmerksam. Streaming files der Präsentationen können hier eingesehen werden. Aufgrund des regen Interesses und des positiven Feedbacks entschloß sich das Kompetenznetzwerk dazu, die Konferenz alle zwei Jahre zu wiederholen.
5. International Conference on Systems Biology in Heidelberg
Vom 9. bis 13. Oktober 2004 wurde die jährlich stattfindende internationale Konferenz zur Systembiologie (ICSB) unter der Schirmherrschaft von Bundesforschungsministerin Bulmahn in Heidelberg ausgerichtet. Die ICSB zählt zu den wichtigsten internationalen Fachveranstaltung der Systembiologie und zog 2004 über 800 Teilnehmer aus aller Welt nach Deutschland. Fachleute aus 37 Ländern stellten in Workshops, Postersessions und Vortragsreihen die neusten Ergebnisse, Techniken und Trends dieser jungen, vielversprechenden Forschungsdisziplin vor.
Der überwiegende Teil der Teilnehmer kam neben Deutschland aus den USA, Großbritannien und Japan. Die Verdopplung nicht nur der Teilnehmerzahl, sondern auch der ausgestellten wissenschaftlichen Poster und das rege Interesse der Industrie an dieser Veranstaltung, verdeutlichen eindrucksvoll die wachsende Bedeutung der Systembiologie für Forschung und Entwicklung in den Life Sciences.
Dies bekräftigte auch Staatssekretär Wolf-Michael Catenhusen mit den Worten: "Die Lebenswissenschaften sind im besten Sinne Zukunftsvorsorge". Er wies damit auf die bereits frühzeitig durch das BMBF aufgenommene Forschungsförderung der Initiative "Systeme des Lebens - Systembiologie" hin. "Mit der Ausrichtung der Systembiologie-Konferenz in Heidelberg wird Deutschland einen weiteren wichtigen Schritt zu einer erfolgreichen Positionierung auf diesem Gebiet machen", sagte der Konferenz-Chairman Prof. Roland Eils vom Deutschen Krebsforschungszentrum anläßlich der Eröffnung der Konferenz. Er erwarte von der Konferenz einen bedeutenden Impuls nicht nur für die individuelle Forschung im In- und Ausland, sondern auch für die Organisation von Forschungsallianzen zwischen Europa, Asien und Nordamerika.



